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Mein Weg & Gene2 Min. Lesezeit

Soll das Leben jetzt so weitergehen?


Früher habe ich in drei Wochen einen Pool gebaut. Mit Anfang 40 wollte ich abends nur noch ins Bett. Wie ich meine Energie zurückbekommen habe.

Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich abends nur noch eins wollte: ins Bett. Am liebsten zwei Stunden bevor die Kinder dort waren.

Nicht weil ich nichts mehr wollte. Sondern weil mein Körper nicht mehr konnte. Und das Verrückte war: Mein Kopf war voller Ideen und Projekte. Aber wer soll das alles umsetzen, wenn man abends kaum die Augen offen halten kann?

So war ich mal

Ich bin jemand, der gerne spontan Großprojekte startet. Wie damals mit dem Pool. Sonntag sah ich im Prospekt einen aufblasbaren Pool. Dienstag entschied ich: Wenn schon, dann richtig, ein Aufstellpool mit über vier Metern Durchmesser.

Donnerstag, nach einer ganzen Woche Weiterbildung am PC, habe ich abends Schuppen und Garage ausgeräumt. Freitag den Schuppen gestrichen, bis es dunkel wurde. Am Wochenende den Platz ausgehoben, unter der Woche säckeweise Sand geholt, dann mit einem Rüttler alles gerade gezogen. Keine drei Wochen nach der ersten Idee: anbaden.

Idee, Entscheidung, Umsetzung. So war ich immer. Und ein paar Jahre später sollte das vorbei sein?

Meine Oma mit 84

Ich musste an meine Oma denken. 84 Jahre alt, jede Woche Sport, mehrmals täglich in den vierten Stock, hat für die ganze Familie Kleidung umgenäht und war topfit im Kopf.

Und ich sollte mit Anfang 40 froh sein, den Tag irgendwie zu überstehen? Ins Fitnessstudio schaffte ich es nur noch alle paar Wochen, im Haushalt nur noch das Nötigste. Und trotzdem war ich ständig müde.

Erst Biohacking, dann die Gene

Also habe ich aufgehört durchzuhalten und angefangen hinzuschauen. Mit kleinen Routinen, Veränderungen im Alltag, einer anderen Reihenfolge beim Essen. Nach ein paar Wochen war ich abends nicht mehr komplett erledigt und hatte wieder Zeit für mich, wenn die Kinder im Bett waren.

Aber es war noch nicht das alte Gefühl. Dann habe ich meine Gene analysieren lassen, und plötzlich habe ich verstanden, warum mein Körper so reagiert: wie er Stresshormone und Koffein abbaut, wie er Folsäure aktiviert, welche Lebensmittel mir guttun. Damit konnte ich meinen Alltag gezielt daran ausrichten, statt weiter zu raten.

Und dann war sie wieder da

Diese Version von mir, die dreimal die Woche abends zum Sport geht. Die vor dem Wecker wach wird und sich ausgeschlafen fühlt. Die nach dem Mittagessen nicht ins Tief fällt, sondern weitermacht. Die entspannt bleibt, auch wenn die Kinder sich zoffen oder die Katzen sich schmatzend putzen.

Die Perimenopause hat versucht, mich ruhigzustellen. Sie hat es nicht geschafft.

Hätte ich mich damit abgefunden, wäre ich heute wahrscheinlich vor den Kindern im Bett. Stattdessen ist mein Kopf wieder voller Ideen, und ich habe die Energie, sie umzusetzen.

Welche Projekte liegen bei dir gerade auf Eis, weil dir die Energie fehlt?

Dieser Artikel beschreibt meine eigenen Erfahrungen und allgemeines Wissen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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