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Hormone & Perimenopause2 Min. Lesezeit

„Dann nehmen Sie eben Hormone.“


Diesen Satz hören viele Frauen früher oder später. Warum ich zuerst einen anderen Weg gegangen bin, und warum Hormone trotzdem sinnvoll sein können.

Wenn der Schlaf schlechter wird. Wenn die Stimmung kippt. Wenn plötzlich Gewicht dazukommt, obwohl du nichts verändert hast. Wenn du dich selbst nicht mehr wiedererkennst. Dann heißt es oft: „Das sind wahrscheinlich die Hormone.“ Oder direkt: „Dann probieren Sie mal Hormone.“

Und dann stehen viele allein da

Viele Frauen bekommen etwas verschrieben und sind danach ziemlich allein. Sie testen selbst die Menge, die Uhrzeit, die Stelle zum Auftragen. Sie beobachten ihren Körper und fragen sich ständig: Ist das normal? Zu viel? Zu wenig? Warum geht es mir jetzt schlechter?

Andere hören genau das Gegenteil: „Dafür sind Sie noch zu jung.“

Ich habe zuerst mein System angeschaut

Ich bin einen anderen Weg gegangen. Ich habe nicht zuerst an den Hormonen angesetzt, sondern geschaut, warum mein System überhaupt so aus dem Gleichgewicht geraten war. Denn für mich war irgendwann klar: Die Hormone zeigen oft nur, dass schon länger etwas nicht rund läuft.

Also habe ich angesetzt bei:

  • meinem Schlaf
  • meinem Stresslevel
  • meiner Erholung
  • meiner Ernährung
  • meiner Fähigkeit, überhaupt noch runterzufahren
  • den Dingen, die mein Körper jeden Tag verarbeiten musste

Viele kleine Stellschrauben. Keine schnelle Lösung. Aber echte Veränderung.

Erst wurde mein Körper ruhiger, dann die Beschwerden leichter

Mein Schlaf wurde besser. Meine Energie kam zurück. Meine Stimmung wurde stabiler. Und erst als mein Körper wieder besser arbeiten konnte, wurden auch meine hormonellen Beschwerden leichter.

Hormone können trotzdem richtig sein

Ich sage nicht, dass Hormone nie sinnvoll sind. Für manche Frauen sind sie ein wichtiger Teil der Behandlung, und diese Entscheidung gehört zu dir und deiner Ärztin. Wenn du Hormone nimmst, begleite ich dich auch damit.

Manchmal braucht der Körper nicht zuerst mehr von außen, sondern weniger Belastung von innen.

Beides schließt sich nicht aus. Aber es lohnt sich, auch auf das zu schauen, was Hormone allein nicht abdecken.

Dieser Artikel beschreibt meine eigenen Erfahrungen und allgemeines Wissen. Er ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.

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